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Efraim Zuroff:
Operation Last Chance
Im Fadenkreuz des »Nazi-Jägers«
Klappenbroschur, 275 Seiten
ISBN 978-3-941688-16-2
Alles zu unserem Programm gibt es unter
www.prospero-verlag.de.
Inhalt:
Als die Nazis im Zweiten Weltkrieg Europa für ihre „Endlösung“ mobil
machten, fanden sie auch im Ausland reichlich
Unterstützung. Milivoj Ašner, Kazys Palciauskas, Sandor Kepiro sind nur
einige Namen der unzähligen mutmaßlichen
Holocaust-Helfer. Sie demütigten, folterten und töteten – aus Hass, aus
Langeweile, aus Gleichgültigkeit. Sie waren
menschenverachtende, gewissenlose Massenmörder. Eine Vielzahl dieser
Individuen setzte sich nach dem Zweiten
Weltkrieg
ins demokratische Ausland ab und baute dort für sich und ihre Familien
unbehelligt ein neues Leben auf.
Der jüdische Mauthausen-Überlebende Simon Wiesenthal machte es zu seiner
Mission, diese Individuen aufzuspüren
und zur Rechenschaft zu ziehen. Und Efraim Zuroff übernahm nach seinem
Tod diese Aufgabe und bemühte sich, vor
allem die Holocausttäter des Balkans zu belangen. Um zum Ziel zu kommen,
musste er gleichermaßen hartnäckig
und sorgfältig Detektiv, Historiker und politischer Lobbyist sein und
viele Widerstände überwinden. In seinem Buch
lässt Zuroff den Leser an seiner jahrzehntelangen Jagd nach den Tätern
teilhaben. Er dokumentiert eindrucksvoll die
Höhen und Tiefen des Strebens nach Gerechtigkeit – von den Schwierigkeiten,
verlässliche Zeugen zu finden, über das
Problem, im Ausland eine rechtliche Grundlage für einen Prozess und
dann eine Verurteilung zu bilden, bis zum Kampf
gegen den verbreiteten Unwillen der Menschen, sich nach Jahrzehnten
der Verdrängung mit diesem dunklen Kapitel
der Geschichte überhaupt zu beschäftigen. Doch Zuroff fühlt sich den
Opfern des Holocaust verpflichtet und führt ihn
weiter: den unermüdlichen Kampf gegen das Vergessen.
Über den Autor:
Efraim Zuroff wurde in New York geboren und zog 1970 nach Israel, nachdem
er an der Jeschiwa Universität seinen
Abschluss in Geschichte mit Auszeichnung bestanden hatte. 1978 wurde
er der erste Direktor des Simon Wiesenthal
Zentrums in Los Angeles, im Sommer des Jahres 2002 setzte er zusammen
mit Aryeh Rubin, dem Gründer der Targum
Shlishi Foundation, die »Operation: Last Chance« in Bewegung, welche
finanzielle Belohnungen für Informationen
aussetzt, die zur Verurteilung und Bestrafung von Nazi-Kriegsverbrechern
führen. |