28.09.2005 Der Standard
 
 

Letzte Suche im " lausigen Land "

 
 


Die österreichische Justiz hatte nie den besten Ruf, wenn es um die Verfolgung von NS-Kriegsverbrechern geht - Jetzt bemüht man sich um Druck. Justizministerin Karin Gastinger (BZÖ) kann sich eine Ergreiferprämie für den KZ-Arzt Aribert Heim vorstellen. more...
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23.09.2005 The Jerusalem Post
 
 

Austria asks to extradite Croatian

 
 
More than a year after the Simon Wiesenthal Center brought to light the case of Milivoj Asner, his native Croatia has asked Austria to extradite the former police chief who sent hundreds of Jews, Serbs and Gypsies to their deaths in concentration camps and persecuted thousands more under racist laws of Croatia's pro-Nazi puppet regime. more...
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7.04.2005 IKG
 
  Kroatien: Gericht entscheidet über Prozess gegen Milovoj Asner  
  In Klagenfurt lebender 91-Jähriger soll in 40-er Jahren Kriegsverbrechen begangen haben - Amateurhistoriker sammelte gegen mutmaßlichen Ustascha-Polizisten Beweise. more...
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ANFRAGE

 
 

der Abgeordneten Jarolim
und GenossInnen
an den Bundesminister für Justiz
betreffend die „Operation letzte Chance“

Efraim Zuroff, Direktor des Wiesenthal Center in Israel hat vor kurzem Justizminister Böhmdorfer eine Liste mit 47 „österreichischen Verdächtigen“ übergeben (die 47 Männer werden verdächtigt, in der NS-Diktatur Kriegsverbrechen begangen zu haben) (siehe profil, Nr. 39, 22. Sept. 2003, Seiten 32ff)

In diesem profil-Artikel ist zu lesen: „Tatsächlich war es nicht nur Beweisnotstand, der in vielen Fällen verhinderte, dass NS-Verbrecher ihre gerechte Strafe bekamen. Der Vorwurf der Untätigkeit, den das Wiesenthal Center gegen Österreich erhebt, lässt sich nicht von der Hand weisen......“

Efraim Zuroff sagt in der obgenannten Ausgabe des profil in einem Interview (Seite 38) auf die Frage wie der Justizminister auf die Übergabe der Liste mit 47 „österreichischen Verdächtigen“ reagierte:

„Sehr formell. Ich kann nicht sagen, dass er sehr interessiert war. Er war sich im klaren, dass es erledigt werden musste“

Profil: Was, das Treffen oder die Verfolgung von NS-Verbrechen?
Zuroff: Der Termin. Wissen Sie was ein „Nudnik“ ist? Das ist jemand der Sie ständig stört. Ich hatte den Eindruck, dass unser Besuch so empfunden wurde.“

Im genannten Artikel steht aber auch, dass Justizminister Böhmdorfer in dieser Sache Unterstützung zugesagt hatte. Nach dem Treffen mit Zuroff teilte er in einer Aussendung mit, dass „auch weiterhin von den österreichischen Strafverfolgungsbehörden jedem verwertbaren Hinweis in diesem Zusammenhang nachgegangen“ werde.

Die unterzeichneten Abgeordneten richten daher an den Bundesminister für Justiz nachstehende

  Anfrage:
1. Welche Schritte wurden von Ihnen bzw. Ihrem Ressort seit der Übergabe der Liste mit 47 „österreichischen Verdächtigen“ (siehe Einleitung) bereits gesetzt bzw. welche Schritte gedenken Sie bzw. Ihr Ressort im Zusammenhang mit der „Operation letzte Chance“ noch zu setzen?
2. Wie sieht die zeitliche Dimension der von Ihnen geplanten Schritte aus?
3. Wie beurteilen Sie die Aussage Zuroffs im genannten profil-Artikel, wonach Ihre Reaktion bei der Übergabe der Liste „sehr formell“ gewesen sei und dass Herr Zuroff sagt „Ich kann nicht sagen, dass er (der Bundesminister für Justiz, Anmerkung) sehr interessiert war“?
4. Wie beurteilen Sie die Aussage Zuroffs im gegenständlichen Interview, wonach er sicher sei, „dass es noch ein Mitwissen gibt, dass wir bisher nicht kennen“ und welche Schritte gedenken Sie zu setzen, um dieses Mitwissen an den Tag zu bringen?
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